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„Was denken die anderen“? Wie dir egal wird, was andere über dich denken

Was andere über mich denken

Einer der hinderlichsten Glaubenssätze, wenn es um das Thema Selbstverwirklichung, Veränderung und Neuausrichtung im Leben geht: „Was denken die anderen“. Ein tief verankerter Glaubenssatz in unserer Gesellschaft, von dem sich viele Menschen einschränken lassen und selbst limitieren.

Warum ist es uns so wichtig, was andere über uns denken? Dass wir sogar bereit sind, unsere Ideen, unsere Kreativität, unsere Interessen und Entscheidungen dafür zurückzuhalten?

Aus Angst, nicht mehr dazuzugehören? Nicht mehr geliebt zu werden? Ausgegrenzt zu werden? Ausgelacht zu werden? Andere zu enttäuschen? Weil wir Dinge vielleicht anders tun, Dinge hinterfragen und nicht nach gesellschaftlicher Norm handeln. Erwartungshaltungen nicht (mehr) erfüllen. Für unsere Träume losgehen und daraus unsere Konsequenzen ziehen. Entscheidungen treffen, die für andere vielleicht nicht nachvollziehbar sind. Gegen den Strom schwimmen.

Angepasstes und erwartungskonformes Verhalten

Ja, es wurde uns allen nun mal ein angepasstes und erwartungskonformes Verhalten in die Wiege gelegt. Denn wir Menschen sind soziale Wesen. Ein wichtiges Grundbedürfnis ist es, von anderen respektiert, akzeptiert und gemocht zu werden.

Es klingelt uns doch allen in den Ohren:

  • Sei brav
  • Enttäusche uns nicht
  • Kleide dich anständig
  • Sei hilfsbereit und kümmere dich um andere
  • Das macht man nicht

So haben wir angefangen, uns anzupassen, um dazuzugehören. Und Überzeugungen unreflektiert übernommen. Das bringt uns dazu, dass wir irgendein Leben leben, aber nicht mehr unser eigenes. Weil wir uns zu abhängig vom Außen gemacht haben. Das führt dazu, dass wir selbst nicht mehr wissen, was wir wirklich wollen und wer wir wirklich sind.

Doch Schluss damit!

5 Strategien, die dir dabei helfen, dich von Meinungen anderer freizumachen

Das Worst-Case-Szenario

Halte dir vor Augen, was schlimmsten Falls passieren kann. So wirst du schnell merken, dass, selbst wenn das Worst-Case-Szenario eintritt, du gut damit umgehen und leben kannst. Hierzu ein Beispiel: Dein Schreibtisch ist mal wieder bis oben hin voll mit Arbeit, da eine chronische Unterbesetzung in der Abteilung herrscht. Das heißt, selbst wenn du jeden Tag weiterhin 10 oder mehr Stunden arbeitest, wirst du das Arbeitspensum nicht schaffen. Deshalb entscheidest du für dich, täglich nicht länger als 8 Stunden zu arbeiten und deine unbezahlten Überstunden zu drosseln. Doch, wenn du um 17h das Büro verlässt, kommen abwertende Kommentare von deinen Kollegen und ein strenger Blick vom Chef. Das nimmst du aber in Kauf, da sich an der Situation nichts ändern wird und du das Problem mit ständiger Mehrarbeit auch nicht lösen kannst. Worst Case: Abwertende Kommentare von Kollegen. Strenger Blick vom Chef. Chef sucht das Gespräch mit dir, wo du deinen Unmut kundtun kannst. Dadurch kann sich vielleicht etwas zum positiven verändern, indem der Chef endlich darauf reagiert. Und, es werden vermutlich andere Kollegen nachziehen, da sie auch erkennen, dass das Arbeitspensum auf Dauer nur mit mehr Arbeitskräften zu bewältigen ist.

Keinen interessiert’s

Die Menschen sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie keine Zeit haben, als für einen kurzen Moment über dich nachzudenken. Denn genau wie sich deine Welt um dich dreht, dreht sich ihre Welt um sie. Jeder hat seine Themen. Zur Erinnerung: Rund 60.000 Gedanken pro Tag gehen einem Menschen durch den Kopf. Also kann sich tatsächlich, wenn überhaupt, nur ein Bruchteil davon um dich drehen 🙂

Was andere über mich denken, hat nichts mit mir zu tun

Du darfst dich frei davon machen, dass du mit deinen Entscheidungen und deinem Handeln jedem gefallen musst. Das wird sowieso nie eintreten. Denn es gibt Menschen, die haben gleiche oder ähnliche Werte und Meinungen wie du. Und dann gibt es Menschen, die könnten in ihrer Einstellung, ihren Ansichten und Werten nicht unterschiedlicher sein. Sie werden aufgrund dessen immer über dich urteilen oder ihre Bedenken und Zweifel äußern.  

Deine Gedanken sind nicht gleich Realität

Wir Menschen tendieren häufig zu negativen Denkmustern und gehen dabei vom Schlimmsten aus. Daraus ziehen wir falsche Annahmen und voreilige Schlüsse, die gar nicht stimmen. Denn in dem Moment übertragen wir unsere negativen Gedanken auf andere Menschen. Das wiederum entspricht vielleicht gar nicht der Realität und ist falsch.

Kenne deine Werte

Deine Werte sind dein Navigator im Leben und geben dir Orientierung. Wenn du also schwierige oder einschneidende Entscheidungen zu treffen hast, geben dir deine Werte ein Gefühl von Sicherheit und Halt. Dazu nenne ich dir mein eigenes Beispiel. Ein besonders wichtiger Wert für mich ist Freiheit. Als ich meinen gut bezahlten Job gekündigt habe, um mich selbstständig zu machen, konnte ich mit fragenden Blicken und zweifelnden Kommentaren sehr gut umgehen und vieles einfach ignorieren. Denn ich war mir meinem Wert bewusst und habe danach gehandelt. 

Was es dir bringt, dich von Meinungen anderer zu befreien

  • Du bist authentisch
  • Du bist ehrlich zu dir selbst
  • Führst ein selbstbestimmtes Leben
  • Du achtest auf deine Bedürfnisse
  • Du folgst deiner inneren Stimme/Intuition
  • Du bist eine Inspirationsquelle für andere
  • Du schaffst Klarheit für dich und dein Leben
  • Du sammelst deine eigenen (Lern) Erfahrungen
  • Du hast Klarheit über dich und dein Leben
  • Du setzt klare Grenzen

Fazit

Es ist nun mal nicht einfach, sich gegen die sozialen Programmierungen zu wehren. Doch umso mehr du deinen eigenen authentischen Weg gehst, umso leichter wird es mit der Zeit. Denn du wirst dadurch automatisch mehr Menschen in dein Leben ziehen, die genauso wie du denken, fühlen und handeln. Sie werden dich unterstützen, bestärken und sind für dich da, wenn du sie brauchst. Du wirst auf deinem Weg neue Erfahrungen sammeln, deine Komfortzone verlassen. Aus eigener Erfahrungen kann ich dir ans Herz legen, das zu tun, was du für richtig hältst. Denn das wird dich einzig und alleine in ein selbstbestimmtes, glückliches und freies Leben führen. Egal, was andere darüber denken. 

 „Ein unkonventionelles Leben ist immer etwas holprig“ – Vishen Lakhiani

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